Aufbruch in Farbe – oder auch „Farbenrausch“

3. Jun 2016

(mb) In der heute begonnenen Ausstellung „Aufbruch in Farbe“ im Ernst Barlach Haus Hamburg  werden bis zum 25. September 2016 sechzig Werke der Expressionisten Max Pechstein, Emil Nolde, Erich Heckel, Gabriele Münter, Alexej von Jawlensky, August Macke, Franz Marc, Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff, Christian Rohlfs und einiger anderer Künstler aus dem Osthaus Museums Hagen zu sehen sein.

Die Ausstellungsbilder können wieder bis zum 29. September 2016 auf unserer Ausstellungsseite betrachtet werden. Zusammen mit den Kunstwerken werden dort nach und nach erläuternde Beiträge zur Ausstellung und den Künstlern zu lesen sein.

Wer wie ich nicht weit entfernt vom Osthaus Museum zu Hause ist, wusste sehr wohl, wann diese bekannten Bilder des Expressionismus aus Hagen dort nicht zu sehen waren. Seit Herbst 2015 nämlich bis weit ins Jahr 2018 hinein sind sie auf einer Ausstellungstournee unterwegs, die im Wiener Leopold Museum begann. Und nun kann ich die erfreuliche Nachricht dazu weitergeben. Die Bilder der Ausstellung mit dem dortigen Titel „Farbenrausch“ sind auf der Archivseite des Wiener Leopold Museums mit mit insgesamt 21 Bildern zu bewundern, zusätzlich mit solchen, die hier auf unserer Seite nicht abgebildet sind. Einmal mehr eine weitere Möglichkeit zur Betrachtung.

Hier zunächst etwas zur Geschichte des Osthaus Museums Hagen.
Das heutige Osthaus Museum wurde 1902 als Folkwang-Museum gegründet. Mit dem Bau des Museums durch den belgischen Architekten Henry van de Velde eröffnete der Kunstsammler Ernst Osthaus in der westfälischen Industriestadt Hagen das zur damaligen Zeit weltweit erste Museum für zeitgenössische Kunst und holte somit die Avantgarde in die „Provinz“, als Gegenpol zu den vielfältigen Museums- und Kunstangeboten in den großen Metropolen. Durch fortlaufende Neuerwerbungen entwickelte sich das Hagener Folkwang-Museum zum Magneten für die Moderne.
Mit der Präsentation der Avantgarde stieß er im lokalen und regionalen Bereich nicht immer auf Verständnis. Jedoch durch seine unermüdliche Museumsarbeit gelang es ihm, diese damals kleine Provinzstadt zum Magneten nationaler und internationaler Kunstinteressierter werden zu lassen.  Nach dem Tode des Gründers 1921 wurde die Sammlung mitsamt dem Namen „Folkwang“ an den Folkwang-Museumsverein Essen und die Stadt Essen verkauft und bildete den Grundstock für das heutige „Museum Folkwang“ in Essen.

Nach weiteren Initiativen der nächsten Jahre konnte in Hagen erneut das Museum wieder mit neuem Leben erfüllt werden, an dem großen Anteil auch dem Künstler Christian Rohlfs zugeschrieben wird, dessen Bildern man in der Ausstellung im Ernst Barlach Haus Hamburg begegnen kann.

Die ausführliche Geschichte dieses Museums von ihren Anfängen bis heute mit einer Bilddokumentation sind hier nachzulesen.

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Margret Budde

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