Deutsches Historisches Museum (DHM) in Berlin

21. Jun 2016

Im Gedenkjahr nichts Neues?  –
Der Erste Weltkrieg und die Zukunft Europas

(mb) Bundesministerin Prof. Dr. Johanna Wanka eröffnet eine Veranstaltung zum Ersten Weltkrieg am 16. September 2014 im Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin.
Für alle, die in Berlin nicht dabei sein können – und das werden die meisten Leserinnen und Leser sein – möchte ich darauf hinweisen, dass die Veranstaltung aufgezeichnet wird und über Geisteswissenschaft im Dialog weiterhin im Internet gesendet wird. (Bitte entsprechend zu diesem Datum nach unten scrollen)


Etwas zum Hintergrund der Veranstaltung.
Geisteswissenschaft im Dialog, als ein gemeinsames Projekt der Max Weber Stiftung und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, bietet eine öffentliche Podiumsdiskussion am 16. September 2014 von 18:30 – 21:00 Uhr zum Thema „Im Gedenkjahr nichts Neues? – Der Erste Weltkrieg und die Zukunft Europas“ im Deutschen Historischen Museum (DHM) in Berlin an. Hierbei unternimmt sie den Versuch einer ersten Bilanz des Gedenkjahres 2014 und seiner Bedeutung für die Erinnerungskultur in Europa. Diese Podiumsdiskussion reiht sich ein in unser eigenes Schwerpunktthema Der Erste Weltkrieg.

„Die einzelnen Länder weisen große Differenzen im Umgang mit der Erinnerung an diesen Krieg auf. „La Grande Guerre“ und „The Great War“ nehmen in Frankreich und Großbritannien einen hohen Stellenwert in der Erinnerungskultur ein. In Osteuropa hingegen ist er durch die auf ihn folgenden Staatsbildungsprozesse und die Schrecken des Zweiten Weltkrieges beinahe gänzlich in Vergessenheit geraten. Auch im deutschen Kollektivgedächtnis steht er hinter der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs zurück. Kann vor diesem Hintergrund ein transnationales und europäisches Gedenken gelingen? Ist dies überhaupt gewollt und kann es in breite Bevölkerungsschichten hineingetragen werden? Kann und wird es in einem vereinten Europa eine vereinte Erinnerung geben? Wie können wir diese gestalten? Und welche Lehren können wir aus dem Ersten Weltkrieg ziehen?

Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftler verschiedener Disziplinen wie Prof. Dr. Dr. h. c. Aleida Assmann, Universität Konstanz, Prof. Dr. Włodzimierz Borodziej, Universität Warschau, Prof. Dr. Nikolaus Katzer, Deutsches Historisches Institut Moskau und Prof. Dr. Simone Lässig, Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung werden die Erinnerungskultur zum 100. Jahrestag des Kriegsbeginns diskutieren. Unterschiedliche Formen des Gedenkens werden thematisiert, aber auch dessen Voraussetzungen und Grenzen.

  • Kann und sollte der Blick in die Zukunft von einem gemeinsamen europäischen oder gar globalen Gedenken des Ersten Weltkrieges ausgehen?
    Was sagen die Gedenkveranstaltungen 2014 aus?
    Von welchen Akteuren sind sie getragen und wie sind sie motiviert?
    Was denkt die junge Generation über diesen Krieg?“

So ist in der Presseerklärung vom 17.7.2014 bei Geisteswissenschaft im Dialog zu lesen.

Veranstaltungsort:
Deutsches Historisches Museum
Schlüterhof
Eingang: Unter den Linden 2
10117 Berlin

Margret Budde

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