Europaparlament zum Brexit

20. Okt 2017

„Brexit:
… keine spürbaren Fortschritte bei den Scheidungsfragen“

(mb) … lautete am 3. Oktober 2017 die Überschrift der Pressemitteilung des Europäischen Parlamentes.

Eine Überschrift, die so manchen von uns anregt, sich doch einmal mehr über die Hintergründe dieser teilweise zähen Verhandlungen kundig zu machen – ebenso, wie es man doch gern bei persönlichen menschlichen Trennungen nicht nur von den Gesprächen aus dem Umfeld oder dem, was „man“ darüber weiß, beurteilen möchte. Insbesondere bei wichtigen Beziehungen.
Oder lässt uns der angekündigte Brexit etwa unberührt?

Hier sind authentische Informationen aus sicheren Quellen erforderlich,

die durch den Ort der Verhandlungen mit beiden Beteiligten, auf den Seiten des Europaparlamentes gegeben ist. Nur aus dieser Quelle schöpfen auch Reuters, dpa und alle Korrespondenten ob in Tokio, Rio, Berlin oder Sydney die Informationen zur Weiterverbreitung in ihren Pressemeldungen.

Weiter ist zu lesen
„Keine ausreichenden Fortschritte bei den Hauptzielen der EU, so die Abgeordneten, obwohl dies Voraussetzung für die Aushandlung einer Übergangszeit oder künftiger Beziehungen ist.
Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Mitgliedstaaten sollten ihre Bewertung der Brexit-Verhandlungen am 20. Oktober verschieben, da „ausreichende Fortschritte“ in Bezug auf die drei Hauptziele der EU weiterhin ausbleiben, es sei denn, die fünfte Runde der Gespräche über den Austritt Großbritanniens aus der EU bringt einen Durchbruch, heißt es in einer Entschließung, die am Dienstag mit 557 gegen 92 Stimmen bei 29 Enthaltungen verabschiedet wurde.“

Im Zweiminutenvideo mit deutschen Untertiteln werden die wichtigsten Themen dieser Abstimmung erläutert.

Hier und bei allen anderen Sitzungen wird deutlich, wie schwierig sich der gesamte Prozess eines EU-Ausstiegs gestaltet.
In der Gesamtdokumentation  des Europaparlamentes vom 3.10.2017 wird ausführlich auf die einzelnen Punkte eingegangen, was im Pressetext nur verkürzt dargestellt werden kann. Jeder, der die Debatten nicht direkt verfolgen kann, findet in den Texten Erhellendes für sonst fast unverständliche Handlungsstrategien der einzelnen Länder. Schließlich ist nicht England allein vom Brexit betroffen, fast jedes Europäische Land wird mit einbezogen, mehr oder weniger.

Übrigens, das Europaparlament lässt per Live-Streaming die einzelnen Sitzungen zeitgleich miterleben. Wer nur einzelne Themen anschauen möchte, kann sich Entsprechendes in der Vorschau notieren.

Und im eigenen YouTube-Kanal des Europäischen Parlamentes finden Sie neben einer interessanten virtuellen Besichtigungstour durch das Parlamentsgebäude Aufzeichnungen zurückgehend bis 2007, also eine wahre Fundgrube für Europainteressierte.

Beitrag als PDF

Margret Budde

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