Immer wieder – Bachmannpreis

6. Jul 2018

Auch in diesem Jahr wird natürlich der Bachmannpreis im österreichischen Klagenfurt vergeben, zum 42. Mal, wie immer für bislang unveröffentlichte Texte der deutschsprachigen Literatur. Man kann Lesungen und Kritiken life und on demand, also als Video-Aufzeichnung nachhören und -sehen. Der ORF bzw. 3sat machen‘s möglich. Hier ein paar nützliche Link-Tipps.

Was bisher geschah

Zum einen natürlich der bereits in den Medien schon zahlreich beachtete Einführungsvortrag von Feridun Zaimoglu, in dem er mächtige Worte gegen all die Frauen- und Fremdenhasser fand. Unter dem Titel „Der Wert der Worte“ wetterte er gegen die politisch Rechten, ohne sich dabei auf das Niveau der alltagspolitsichen Sprache hinab zu begeben – hörenswert, aber sehr emphatisch und nicht immer leicht zu ertragen. Er ist eben doch ein Poet. Das ist schon viel bedacht und besprochen worden, am besten, man liest und/oder hört sich da schnell mal durch, etwa beim DLF oder bei DLF Kultur: Eröffnung Bachmann-Wettbewerb  oder in den diversen Literatur-Sendungen dort. Auch NDR – Kultur bietet Infos resp. einen Bericht über eine ganz spezielle Veranstaltungen zum Bachmannpreis: Literatur als Public Viewing in einem Rostocker Biergarten, ja genau, Literatur, nicht Fußball! Ein erstes Fazit vor dem Finale des Wettbewerbs ist heute Abend auf NDR – Kultur zu hören, auf der Webseite schon vorher: Das Klagenfurter Wettlesen (Link dazu s.o.).

Wettlesen

Eigentlich aber geht es ja um das „Wettlesen“, also die Frage, wer in diesem Jahr den Bachmannpreis gewinnt. Am besten man wirft schnell mal bei hr2 – Kultur einen Blick auf die Liste der Lesenden und der Kritisierenden. Hier findet sich auch schnell der Link zu 3sat, der Sender überträgt per Livestream. Oder man ruft sich eben die Homepage des „Wettlesens“ auf bachmannpreis.orf.at Dort die komplette Liste mit Links zu laufenden und bereits beendeten Lesungen. Die Lesereihenfolge hier.

Was ist sehens- bzw. hörenswert? Nun, das ist wie bei jedem Buch persönliche Geschmacksache, man kann nicht nur, sondern man sollte sich unbedingt seine eigene Meinung bilden. Aber Hinweise, Ideen der Jury sind sicherlich hilfreich. Und dabei möchte ich darauf hinweisen, dass es in diesem Jahr zwei neue, jüngere Jurymitglieder gibt: die Autorin Nora Gomringer und die Literaturkritikerin Insa Wilke, beide unbedingt ein Gewinn. Davon kann man sich ja gut selbst in den Mitschnitten überzeugen!

Aber nochmal – was ist oder war beachtenswert? Heute vielleicht Tanja Maljartschuk und Bov Berg, und morgen, am Samstag, kann man ja mal reinschauen, statt zu lesen, es ist Wochenende. Nagut, vielleicht Jakob Nolte oder Stephan Groetzner. Vielleicht aber doch mal etwas ganz anderes: Poesie von Özlem Özgul Dündar. Hören Sie doch mal rein, von 10 bis 14 Uhr.

Ellen Salverius-Krökel

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