„Impressionismus – Expressionismus. Kunstwende“

27. Okt 2015

IMEX_Wortbildmarke,a  (mb) Noch läuft die verlängerte Ausstellung im Städelmuseum zu Frankfurt, über die wir im Blog am 8.4.15 berichteten und zu der es bei uns auch eine Sonderseite gibt, und schon kann man eine Reise nach Berlin zur Ausstellung „Impressionismus – Expressionismus. Kunstwende“ in der Alten Nationalgalerie mit einplanen.


Vom 22. Mai bis zum „20. September 2015 werden uns hier in der Ausstellung zwei Kunststile in einzigartiger Weise gegenübergestellt. Gegensätzlich sind sie eigentlich nicht, eher bedingen sie sich gegenseitig. Sie zeigen insbesondere eine wichtige Gemeinsamkeit: den Protest gegen die Unruhen und Unwägbarkeiten der damaligen Zeiten. Zwar erlebten alle Menschen diese Extremen, jedoch sie auch noch darzustellen wagte niemand, man war zunächst empört.

Hier ein Film zur Ausstellung


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eide Kunststile in eine genaue zeitliche Abfolge zu legen ist ebenso schwierig, wie alle Künstler nur einer Stilrichtung zuzuordnen.
Mit dieser Erkenntnis haben sich die Kuratoren intensiv auseinandergesetzt und uns in dieser einzigartigen Gegenüberstellung und der daraus resultierenden gemeinsamen Ausstellung die Möglichkeit geschaffen, alle Kunstwerke zusammen an einem Ort zu betrachten, zu vergleichen, sich mit ihnen – aus einem anderen als bisher gewohnten Blickwinkel – auseinanderzusetzen. Dabei haben wir die meisten Bilder irgendwo in einem Museum ohnehin schon einmal gesehen.
Schon im Vorfeld wird mit langen Warteschlangen gerechnet.
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Die Kultursendung ttt im Ersten Deutschen Fernsehen gibt in einem kleinen Film erste Eindrücke wieder. Sehr erfreulich ist, dass dieser knapp fünfminütige Film ein Jahr lang, bis Mai 2016, zur Verfügung steht.
Ein Dank sei der Sendeanstalt!

Schau der populären Bilder
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Im oberen Bereich der Homepage bietet das Museum übersichtlich diverse Dienste an.
Besonders sei hier das VIP-Ticket zu erwähnen, mit dem ein Besuch ohne Warteschlange ermöglicht wird.
Zur sehr verständlich beschriebenen Buchung kann aus 4 Tageszeitenbereichen ausgewählt werden, zu denen online eine Karte zu buchen ist. Zum Ausstellungsbesuch gelangen Sie dann über den separaten VIP-Eingang an der Seite des Gebäudes.
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Gleich auf der ersten Ausstellungsseite ImEx geben die sechs großformatigen Bilder von Max Pechstein bis Camille Pissarro in den beiden wechselnden Anzeigen (im unteren Bildbereich) einen kleinen Überblick, und vermitteln den ersten Eindruck über die farbenprächtigen und ausdrucksstarken Gemälde, die sofort Lust auf mehr machen.
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Neben dem Filmzugang bietet der dritte Bereich gleich „den Salon ImEx“. Klickt man auf die Unterschriften im obersten Unterschriftenbereich, schiebt sich ein leichter „Schleier“ nach oben über das Bild, auf dem man dann über das – leider etwas schwer lesbare – „mehr“ auf die eigentliche Seite gelangt.
Im Salon ImEx dürfen Sie in einer Reihe deutsch-französischer Zwiegespräche zwischen Künstlern, Architekten, Sänger und Musiker,  Schauspielern und Regisseuren, Schriftstellern und Kunsthistorikern erwarten.

„Mit Impressionismus und Expressionismus prallen in der Ausstellung zwei scheinbar gegensätzliche Kunstrichtungen aufeinander. … In Gesprächen, Lesungen, Vorträgen und Konzerten lassen sie einzelne Themen und Motive der Ausstellung in einer deutsch-französischen Doppelperspektive lebendig werden, immer mit Blick auf jüngste gesellschaftliche Entwicklungen in beiden Ländern.“

So findet, um nur ein Beispiel zu nennen, am Mittwoch, 03. Juni 2015, 19.30 Uhr ein Liederabend mit den Sängerinnen Kimberley Boettger-Soller, Amélie Saadia und der Pianistin Melissa Gore statt.
Diese Veranstaltungen sind einzeln zu buchen.
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Eine weitere Seite lädt eigentlich zu dem ein, was wir selbst gern auch immer wieder anregen möchten, zum Selbststudium.

„Ausstellung“ bietet in den zwölf Themen Badende, Landhäuser, Künstler, Interieur, Stadt, Vergnügen, Kunstvermittler, Tiere, Im Grünen, Beziehungen, Stillleben und Vision Krieg Vergleichsmöglichkeiten direkt mit Texten und Beispielbildern.

Um sich näher mit den typischen Merkmalen der beiden Kunstrichtungen Expressionismus und Impressionismus auseinanderzusetzen, Übereinstimmendes oder vielleicht auch Gegensätzliches zu entdecken, so in Farben, Formen oder Scenen, kann ich dies nur empfehlen.
Beispielhaft sei hier nur das Thema Tiere aufgegriffen. Der Impressionismus stellte die Tiere eher in ihrer Natürlichkeit und Ursprünglichkeit dar, so im Vogelkäfig, auch in sanften Farben gemalt. Während z. B. Für Franz Marc das Tier eher eine beseeltes Wesen darstellte, das er so malen wollte, wie seine Gefühle es ihm eingeben, hier wild und ungestüm und daher auch die kräftigen Farben, so sehe ich es.

Auch zu ImEx haben wir auf unserer Ausstellungsseite weitere Infos und besonders die Bilder zusammengestellt.
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Damit aber nicht genug.
Wer sich intensiv gerade mit diesem Kunstthema auseinanderstzen möchte, ein kleines „eigenes privates Kunststudium“ durchführen möchte, hat in der ebenfalls zum Teil parallel laufenden Ausstellung in Bonn „Von August Macke bis Otto Dix“  eine Fülle an Materialien wie Bilder, Videos, Texte, Hinweise und Verlinkungen zum Selbststudium  zur Hand, die durch unsere Seiten hier ergänzt werden.

Spannend ist es allzumal, da die beiden für einige Wochen parallel laufenden Ausstellungen uns Kunstliebhabern sowohl in Bildern als auch den hinführenden Zusatzangeboten viele bemerkenserte Ergänzungen bieten.

Margret Budde

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