Migration, Flüchtlinge, Asyl, humanitäre Hilfe, Not …

21. Jun 2016

E-Learning: „Why do people migrate?“ ab März 2016

(mb) Seit Monaten hören, sehen und lesen wir täglich diese Worte. Doch nicht nur hier in Europa ist dies ein Thema, wenngleich, da weit entfernt, die Rohingya-Flüchtlinge ein ähnliches Schicksal erleiden müssen, was bei uns so gut wie nicht bekannt ist, außer aus kurzen Meldungen. Die ZEIT  schrieb schon im Mai 2015 ausführlich über diese verfolgten Menschen.


    • Flüchtlinge aus der Ukraine, Syrien, Eritrea, Afghanistan, Iran, Irak und woher noch?
    • Wo überall auf der Welt gibt es flüchtende Menschen?
      Warum flüchten Menschen?
      Welche Ursachen gibt es in den einzelnen Ländern?
      Seit wann verlassen sie ihre Heimat?
      Wie lange noch werden flüchtende Menschen sich auf den Weg machen, um vor Verfolgung, Not und Krieg in fremden Ländern Zuflucht zu suchen?
      Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt zu diesem weltweiten Phänomen der massenhaften Flüchtlingsbewegungen in Vergangenheit und Gegenwart?

Fragen über Fragen stehen im Raum. Zwei Wissenschaftlerinnen des Robert Schuman Centrums am Europäischen Hochschulinstitut (EUI) in Florenz haben sich dieses Themas angenommen und bieten in ihrem MOOC

„Why do people migrate?“, Teil I und II
(Warum wandern Menschen aus?)

zwei Kursreihen mit den beiden Oberthemen „I Fakten“ und „II Theorien“ an.

Kurs I Fakten
gibt eine allgemeine Einleitung zu den Zuständen von Flüchtlingen, Asylbewerbern und unregelmäßige Migranten weltweit mit Angaben von Daten, Regionen, etc. und stellt einen Überblick über die verwendete Terminologie zur Verfügung.

1 Einleitung
was sind unregelmäßige Migration und Asyl?

2 Europa und der Mittlere Osten
2,1 unregelmäßige Grenzüberschreitungen in Richtung zur EU
2,2 Flüchtlingsstatus in Europa
2,3 der Fall syrischer Flüchtlinge in die Türkei

3 Amerika
3,1 unregelmäßige lateinamerikan. Migration in die US-Landwirtschaft
3,2 Geschlecht und unregelmäßige Migration in Latein-Amerika

4 Asien und Ozeanien
4,1 Seeankünfte in Australien
4,2 von Rohingya-Flüchtlingen

Anhand spezifischer Fälle wird analysiert, welche Zusammenhänge bestehen, wenn in den relevantesten geographischen Regionen der Welt die Asylbewerber, die in Europa durch das Mittelmeer flüchten, die undokumentierten mexikanischen Migranten über die US-Grenze gehen, die syrischen Flüchtlinge in die Türkei kommen und die Rohingya in Australien ihr Land verlassen.

Bei der Besprechung all dieser Fälle wird das Dilemma des humanitären Schutzes und der unregelmäßigen Migration zu Arbeitszwecken erforscht.

Im Kurs werden Videovorträge, didaktische Videos und Podcastinterviews mit internationalen Experten angeboten. Kurze Quiz für jede Einheit und eine Zeitschriftenübung am Ende des Kurses können als Aufgabe genutzt werden. Eine Liste mit weiterführender Literatur wird geboten.

Kurs II Theorien
Die Wissenschaft hat sich dieses Themas schon lange angenommen und auch einige Theorien dazu ausgearbeitet.

– Migration als konstantes Phänomen in der Menschheitsgeschichte.
– Theorien, welche Einzelentscheidungen der Menschen relevant sind, um die Migration als strukturelle Funktion unserer Gesellschaften anzunehmen.
– Welche Rolle spielen heute die sozialen Netzwerke und Institutionen, wenn sich Menschen auf den Weg in ein anderes Land machen.
– Interviews mit internationalen Experten beschreiben, wie Migrationstheorien helfen können, einige aktuelle Fallstudien von Arbeitsmigrationen in der Welt zu verstehen.

Prof. Anna Triandafyllidou gilt als nationale Expertin für Migrationsfragen bei der OECD und der internationalen Organisation für Migration und Expertin von Forschungsprojekten für den Europäischen Forschungsrat und die Europäische Kommission. Ihre Hauptforschungsbereiche umfassen die Migration, Nationalismus und europäische Integration.

Dr. Sabrina Marchetti habilitiert z. Zt. am Robert Schuman Centrum des Europäischen Hochschulinstituts in Florenz und forscht zu Gender und Migration. Das laufende Projekt befasst sich mit der Problematik osteuropäischer Frauen, die ihre Heimat meist aus Armutsgründen verlassen haben und nun in den Haushalten oft billig entlohnte Arbeiten ausführen müssen.

Kostenfrei teilnehmen kann wieder jeder Interessierte. Allerdings fallen bei einem Zertifikat Gebühren an.

Das Angebot in englischer Sprache braucht heutzutage niemanden mehr abzuschrecken, sofern man bereit ist, auch nur ein klein wenig mehr Zeit zu investieren. Das kostenlose Online-Übersetzungsprogramm liefert gute sinngetreue Übersetzungen, die nur an wenigen Stellen ein wenig korrigiert werden müssten, um eine perfekte Übersetzung vorliegen zu haben. Hier im Kurs jedoch wollen wir in erster Linie verstehen.

Wenn Sie ein besseres Übersetzungsprogramm kennen, lassen Sie uns alle daran teilhaben. Gern veröffentlichen wir es hier.

Sie stehen mit Ihrem eventuellen lückenhaften Englisch nicht allein da.
Ich habe in einem Schreibprogramm (Word oder OpenOffice) eine zweispaltige Tabelle mit einigen Zeilen angelegt. Weitere Zeilen sind jederzeit rasch hinzugefügt.

Per copy and paste haben Sie in Minutenschnelle den englischen Text in die einzelnen Tabellenzeilen der linken Spalte eingefügt. Die rechte Spalte nimmt den englischen Text auf. Unterteilen Sie dabei den Text in nicht allzu große Abschnitte, um die Übersicht in den einzelnen Tabellenzeilen und -spalten besser zu gewährleisten.

Wie ist es zu handhaben: Auf der Übersetzungsseite stellen Sie die entsprechende Sprache ein und fügen nach Anweisung den englischen Text ein. Über den Button „translate“ wird der Text mit (deutscher) Sprache im anderen Kästchen sichtbar.

Zugegeben, es bedeutet ein wenig mehr Arbeit, aber hier (und überall, wo man das Programm einsetzt,) wird man entlohnt durch fundiertes Wissen über ein Thema, über das es sich lohnt, mehr Hintergründe zu erfahren. Nicht nur für sich selbst, sondern auch um die Welt und das Handeln der Menschen darin ein wenig besser verstehen zu können.

Wer sich weiter einen Überblick über die Flüchtlingsländer unserer Erde und die Zielländer zur Aufnahme verschaffen möchte, sieht hier einen erschreckenden Überblick auf der Basis der vom UNHCR erhobenen Daten.

Margret Budde

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