Miró. Malerei als Poesie II

13. Jun 2016

(mb) Nun stehen uns Mirós Kunstwerke weitere drei Monate zur Verfügung, nämlich vom 13. Juni bis zum 27. September 2015 in der Kunstsammlung Nordrhein Westfalen in Düsseldorf. Das Düsseldorfer Ausstellungskonzept ist ein wenig anders gestaltet als das in Hamburg, jedoch das Bildmaterial ist das gleiche.

Auch können gern die Informationen aus unserer Hamburger Ausstellungsseite und dem dazugehörigen Blog vom 2. März 2015 als zusätzliche Ergänzungen genutzt werden.

„Joan Miró (1893 – 1983) zählt mit seinen rätselhaften Zeichen, tanzenden Himmelskörpern und verspielten Figuren zu den erfindungsreichsten und beliebtesten Künstlern des 20. Jahrhunderts.“

Schon in seinen ersten jungen Malerjahren, noch in seiner Heimat Barcelona, ließ er sich von Titeln aus Büchern Johann Wolfgang von Goethes oder Jean Cocteaus inspirieren und integrierte diese neuen Ideen in seine Bilder. Darum ist es auch nicht verwunderlich, dass ihn der intensive Kontakt zu einigen der bedeutendsten Literaten des 20. Jahrhunderts wie Paul Éluard, Max Jacob, Tristan Tzara, Robert Desnos oder André Breton Anfang der 1920er Jahre seine malerischen Ideen in weitaus größerem Ausmaß beeinflusste als die freundschaftlichen Verbindungen zu seinen Malerkollegen.

Das lebenslange Interesse des Malers sowohl an Klassikern der Weltliteratur als auch an Werken seiner Zeitgenossen ist nur wenig bekannt. So mag als ein Hauptanliegen angesehen werden, den Betrachter anzuregen, sich mit diesen gegenseitigen künstlerischen Beeinflussungen auseinanderzusetzen, wobei er selbst keinen Unterschied zwischen den einzelnen Künsten machte. In dieser fruchtbaren Zusammenarbeit entstanden im Laufe der Jahre über 250 großartig gestaltete Malerbücher in Gemeinschaftsprojekten mit Dichtern und Verlegern.

Die Vorschau zur Ausstellung vermittelt zur Einstimmung schon viele Informationen.

Zum Eröffnungsabend am 12. Juni um 19:00 Uhr sind neben der künstlerischen Direktorin Marion Ackermann, auch die Ehrengäste

S.E. Pablo García -Berdoy, der Botschafter von Spanien,
Joan Punyet Miró, der Enkel des Künstlers aus Palma de Mallorca und
Michael Peppiatt, als Gastkurator aus London anwesend.

Neben den Begleitprogrammen mit Vorträgen, Workshops, Führungen und zwei sonntäglichen Matineen in Zusammenarbeit mit der Robert Schumann Hochschule für Musik, Düsseldorf, gibt es die Gelegenheit, sich mit vertiefender Literatur zu vielen Künstlern nebst deren Bildern aus dem Online-Katalog zu beschäftigen. Dieser befindet sich zwar noch im Aufbau, ermöglicht dennoch schon recht umfangreiche Recherchen.

Mit der Ausstellung Paul Klee im Jahr 2013 hat man mit diesen ersten 100 Werken den Aufbau einer digitalen Präsentation begonnen, in der ebenso wie Angaben zu Künstler und Kunstwerk als auch erläuternde Texte und Hinweise zu Ausstellungen und weiterer Literatur zu finden sind. Einige ausgewählte Werke werden zudem abgebildet.

Unter den einzelnen Schwerpunktthemen sind Paul Klee, Picasso und Kubismus, Joseph Beuys, Surrealismus und die Gegenwartskunst nur zu nennen.

Auch diesmal wieder können wir bis zum Ausstellungsende am 27. September einige Bilder mit unseren eigenen Vergrößerungsmöglichkeiten auf unserer Miró-Bildseite zur Verfügung stellen.
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>> Außerhalb der Ausstellung in Düsseldorf sind diese Seiten ein Besuch wert. <<

Als eine ganz besondere Seite möchte ich Ihnen hiermit mit „Successió Miró“, dem Archiv in Palma de Mallorca vorstellen. In der sehr intuitiv zu nutzenden Seite in englischer, französischer, katalanischer und spanischer Sprache finden Sie die noch im Aufbau befindliche Online-Datenbank aller Werke Mirós, die jedoch jetzt schon im „Catalogue raisonné“ reiches Bildmaterial anbietet.

Über jedes Bild des einzelnen nach Schaffensjahren geordneten Bildkataloges gelangt man zu weiteren Unterkategorien und schließlich zum gewünschten Bild in größerer Darstellung. Eine wahre Fundgrube für Mirófreunde. Weitere Fotos und Videos sowie seine Korrespondenz und seine literarischen Werke sollen später noch folgen.

Es ist also gut, sich diese Seite zu merken und später noch einmal wieder aufzusuchen.
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Eine weitere jedoch private Seite bietet eine große Zahl der Werke Mirós in einer möglichen mehrmaligen Vergrößerung nebst Beschreibungstext in englisch an. Auch hier musste ich wieder einmal feststellen, dass man sich doch leicht in solchen Seiten „festbeißen“ kann.
Aber sei’s drum, dies ist in meinen Augen eine angenehme „Nahrung“ ;)
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Wer dann immer noch Bedarf verspürt, irgendwann weitere Werke von Miró zu betrachten, mag sich an den Bildern auf diesem umfangreichen Kunstportal aus Miami auf „Artsy“  erfreuen. In diesem Angebot jedoch scheinen die Bilder kein Ende zu nehmen, so groß ist die Anzahl der Bilder.

Ich wünsche Ihnen viel Kunst-Vergnügen

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Margret Budde

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