Miró. Malerei als Poesie

24. Mai 2016

Miró,_Joan (mb) Wieder einmal habe ich – und diesmal aus Anlass der Ausstellung „Miró. Malerei als Poesie“ im Bucerius-Kunsforum Hamburg – in vielen Webportalen gestöbert und kann für mich nur erneut feststellen, dass ich mir durch das Recherchieren und Nachschlagen in alten Heften und Büchern eine riesige Menge an Hintergrundwissen über diesen Maler und seine Zeit habe aneignen können, was mich letztendlich zu der Überzeugung gebracht hat, dass dieser Zeiteinsatz mich in erster Linie belohnt. Doch daran möchte ich auch Sie teilhaben lassen.


Alle Informationen sind dazu gedacht, sich auf einen eventuellen Museumsbesuch vorzubereiten oder im Anschluss daran noch einmal anhand der Beschreibungen und vor allem » unserer Bildseite « mit einigen vertiefenden Links und mit dem angebotenen Audioguide nachzuarbeiten.

So werden auf einer Seite der Deutschen Welle einige Bilder, die auch auf unserer Hauptübersicht dargestellt sind, kurz interpretiert. Es lohnt sich, beides parallel zu betrachten. Ein Seitenwechsel ist ja schnell mit den Tasten ALT und TAB zu vollziehen. (s. Lernvideo)
Zu den beschriebenen Titeln setze ich hier der Einfachheit halber die Bilder in der Reihenfolge, wie sie bei uns abgebildet sind.

„Das Pferd, die Pfeife und die rote Blume“ ⇒  2
„Der Handschuh und die Zeitung“ ⇒  3
„Gemälde“ ⇒  4
„Rhythmischen Figuren“  ⇒ 5
„Une étoile caresse le sein d’une négresse“ ⇒  6
„Das kleine blonde Mädchen im Vergnügungspark“ ⇒  7
Selbstpotrait von 1937 ⇒  8
„Roter Kreis, Stern“ ⇒  1
„Gedicht (I)“ ⇒  12

Miró_TheEine private Seite mit pers. Bildbetrachtungen und Informationen möchte ich hier vorstellen, auf denen ich einige Bilder gefunden habe, die im vorgenannten Bericht und auch nicht auf unseren Seiten zu sehen sind, also eine weitere Ergänzungsseite mit zu betrachtenden Bildern.

Waren seine ersten Werke vom Surrealismus geprägt, so verstand er selbst sich nicht als solcher. Als geborener Katalane und dort später zusammen mit Salvador Dalí als die bedeutendsten Künstler des Surrealismus gewürdigt, verbringt er seine späteren Jahre hauptsächlich in Paris, wo er Wassiliy Kandinsky, Paul Klee und Pablo Picasso kennenlernt. Er entwickelte einen eigenen Stil und sah sich eher dem Dadaismus zugewandt. Durch regen Kontakt und Austausch mit verschiedenen Malern seiner Zeit, deren Stil er allerdings nicht übernahm, und besonders sein lebenslanges Interesse an der Literatur – über 1700 Bücher jeden Genres wird in seinem Nachlass verwaltet – sprach er von sich selbst als Maler und Dichter, was zunehmend in seinen Bildern zum Ausdruck kam. Er lebte im engen Austausch mit den Dichtern Paul Éluard, Henri Miller und Tristan Tzara. Neben seinen Bildern hat er auch viele Skulpturen und Keramiken geschaffen, u.a. zwei Keramikwände für das UNESCO-Gebäude in Paris, am Flughafengebäude in Barcelona und am Wilhelm-Hack-Museum in Ludwigshafen am Rhein.

Von ihm wird 1971 die Miró-Stiftung, Fundació, in Barcelona gegründet, das heute noch als das bedeutendste Miró-Museum gilt.

Wenn Sie all diese Seiten intensiv betrachtet haben, werden Sie mir vielleicht zustimmen können, dass wir im Grunde dankbar sein müssen, dass uns das Internet eine Fülle an Wissen bietet, an dem auch die Menschen auf diesem Wege Anteil haben können, denen es nicht vergönnt ist, persönlich in Bibliotheken und Museen zu gehen.

Margret Budde

Bilder Wikimedia:

Signatur, gemeinfrei
„Joan Miró – The caress of a Bird“ von Kippelboy

Quellen:

Kunstsammlung Düsseldorf
Barcelona

Weitere Adressen mit Informationen zu Miró:

Schülerlexikon der Brockhaus AG

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