MS Wissenschaft unterwegs – 2014

1. Okt 2015

ms_muenster,640(mb) Inzwischen fühlen sich viele unter uns schon recht heimisch in der digitalen Welt. Das habe ich hautnah am Sonntag auf der “MS Wissenschaft” erlebt.
Der Besuch des Ausstellungschiffes stand schon lange in meinem Kalender und ich kann sagen, dass dies wieder mal eine lohnende Besichtigung war, die ich jedem nur  empfehlen kann.
Die Tour der MS Wissenschaft führt in diesem Jahr nicht nur durch Deutschlands Städte, sondern macht nun auch an einigen Orten Österreichs Halt. Tourenplan. Im Münsterschen alten Stadthafen legte sie vom 14. bis 16. Juni 2014 an.


Um 11.00 Uhr war zur Diskussion auf das Schiff eingeladen. Thema “Visite bei Dr. Google – ist surfen die beste Medizin?” Die Wissenschaftsjournalistin Monika Seynsche führte eineinhalb Stunden durch die Veranstaltung gleich mit drei Professoren aus Münster

Prof. Dr. Bernd Blöbaum vom Institut für Kommunikationswissenschaft,
Prof. Dr. Rainer Bromme vom Institut für Psychologie und
Prof. Dr. med. Peter Young, Arzt und Direktor der Klinik für Schlafmedizin und Neuromuskuläre Erkrankungen,

wobei die Zuhörer ebenso zu Wort kamen. Ohne die Vorsicht beim Nutzen des Internets außer acht zu lassen, wurde auch hier deutlich, dass uns das Internet bei richtiger und sorgfältiger Nutzung eine gute und schnelle Informationsquelle sein kann. Im Kurzfilm nehmen wir am Beginn der Veranstaltung teil.

ausstellung,640Dann ging es in aller Ruhe durch die Ausstellung auf dem geräumigen altgedienten Frachtschiff Zu Beginn hieß uns der Zeitstrahl willkommen und führte die Besucher durch die wichtigsten Stationen der Menschheitsgeschichte aus Sicht der Kommunikation und Medientechnik. Weitere Themenbereiche zeigten einen Querschnitt durch die neuesten Projektergebnisse der einzelnen Forschungsinstitute. Es war eine Freude festzustellen, dass sich Besucher aller Altersstufen selbst praktisch an verschiedenen Computern versuchten, die meist recht intuitiv zu bedienen waren und in der Tat auch noch Spass machten. So spielte eine Gruppe an einem Multitouch-Tisch, und zog gleich etliche interessierte Zuschauer in den Bann. Ich durfte sie dabei beobachten. Film “Miteinander Spielen” auf der MS Wissenschaft 2014

Die einzelnen Exponate waren ständig umlagert und kleine Wartezeiten wurden gern in kauf genommen, um die einzelnen spannenden Computer ausprobieren zu können. Das Interesse war einfach groß.
An einen Simulator, an dem man etwas Zeit mitbringen musste, hatte ich endlich einen Platz erwischt und konnte ihn ausprobieren. Beim Durchlesen der Ideenbeschreibung der Jülicher Forscher im Supercomputing Centre wurde ich gleich an ein tragisches Großereignis vor Jahren erinnert. Nun wollte ich sehen, welche Ergebnisse in dieser Simulation gezeigt werden konnten.

Die Abteilung “Civil Security and Traffic” am Forschungszentrum Jülich beschäftigt sich in einem Schwerpunkt dem Verhalten und und der Massendynamik somit der Sicherheit innerhalb großer Menschenmengen. Die Simulation zeigte das unterschiedliche Verhalten der Menschen in Situationen, die unser Alltag sind, immer dort, wo viele Menschen zusammenkommen: in Bahnhofshallen, Versammlungen, Stadien, großen Kirchen etc. Verschiedene Einstellungen konnten vorgenommen werden. Personenzahl, Anzahl Türen und Motivation zum Verlassen des Raumes. Normal, ruhig, eilig.

Film Drängeln für die Wissenschaft

Insgesamt demonstrierten Universitäten und Forschungsinstitute ihre 36 Projekte mit spannenden Ergebnissen. Bis ich durch das Ausstellungsschiff gelaufen war und alles entweder durchgelesen oder auch ausprobiert hatte, waren zwei Stunden vergangen.

Margret Budde

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