Neue Navigationshilfe durch vibrierenden Kompassgürtel

3. Mrz 2017

(mb) Seit Jahren wird die CeBIT mit großer Spannung der Fachwelt erwartet, können doch hier die vielen Forschungsergebnisse und vor allem technischen Neuerungen zum ersten Mal persönlich in Augenschein genommen werden.
Einige Institute weisen vorher in einer Presseerklärung auf diese Neuheiten hin, wie auch die Universität Osnabrück, …

navigürtel… die hier die Idee eines vibrierenden Kompassgürtels vorstellt, der insbesondere für Blinde und Hörgeschädigte, aber auch all diejenigen geeignet ist, die einer Unterstützung beim Zurechtfinden durch Straßen, Städte und Landschaften bedürfen. Von dieser Neuheit dürften auch viele Senioren einen großen Nutzen ziehen, wenn es erst einmal auf dem Markt ist.

Wie kann man sich diese Funktionsweise vorstellen?

Im Innern dieses neuen Navigations- und Freizeitgürtels, entwickelt vom Team um den Kognitionswissenschaftler Prof. Dr. Peter König, steckt ein kleiner Kompass, der beim Einschalten laufend das Erdmagnetfeld misst und die Daten an einen der 32 Vibrationsmotoren schickt, die rings um die Taille angeordnet sind. Jeweils der nach Norden zeigende Motor vibriert dabei.

Eine Verbindung zum Smartphone wird über Bluetooth hergestellt, sodass man sich GPS Koordinaten oder Routen anzeigen lassen kann.

Gegenüber üblichen Navigationsgeräten, meistens mit einem Display und/oder einer Sprachausgabe bestückt, hat dieses neu entwickelte Gerät den Vorteil, dass ein Fahrer, ob mit Auto oder Fahrrad, nicht durch visuelle und auditorische Hinweise abgelenkt werden kann. Blinde oder Hörgeschädigte können es ohnehin nicht nutzen.

Für Blinde und stark Hörgeschädigte ist zu hoffen, dass sich zum Bau dieses hilfreichen Gerätes möglichst bald ein Unternehmer findet, um diesen Menschen endlich mehr Sicherheit geben zu können, sich noch einigermaßen selbstständig ohne Ängste in einer Stadt zu bewegen. Das bedeutet ein Mehr an Lebensqualität.

Die Forschungsstelle an der Universität Osnabrück bietet weitere Informationen

Foto: Universität Osnabrück, Institut für Kognitionswissenschaft


Margret Budde

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