Tag gegen den Schlaganfall am 10. Mai

27. Okt 2015
Die Stroke Unit im Klinikum Minden.

Die Stroke Unit im Klinikum Minden.

(mb) Seit dem ersten Tag „gegen den Schlaganfall“ im Jahr 1999 wird jährlich am 10. Mai durch die Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe mit dem Aktionstag auf diese Bedrohung aufmerksam gemacht.

Nur durch Wissen um die Riskofaktoren und vorbeugende Maßnahmen kann in vielen Fällen ein Schlaganfall vermieden werden. Ist er eingetreten, gilt es, ihn rasch zu erkennen und dem Betroffenen ärztliche Hilfe zukommen zu lassen, da hierdurch die Folgeschäden oft verringert werden können. Dazu dient der FAST-Test, den jeder Laie durchführen kann.

So prüfen Sie einen Schlaganfall-Verdacht.

F – A – S – T steht dabei für die englischen Bezeichnungen von Face, Arms, Speech und Time. (Gesicht, Arme, Sprache und Zeit)

Sprechen Sie die Person an und beobachten Sie entsprechend deren Reaktionen.

F – bitten Sie, zu lächeln.
Einseitiges Verziehen des Gesichts deutet auf einseitige Störungen
A – bitten Sie, beide Arme nach vorn zu strecken und die Handflächen zu drehen.
Bei Störungen können nicht beide Arme gehoben werden.
S – stellen Sie eine einfache Frage (z.B. was er gerade tun wollte) oder bitten Sie, einen einfachen Satz nachzusprechen. Ist ihm dies unmöglich oder klingt seine sprache sehr     undeutlich/verwaschen, ist ein Schlaganfall anzunehmen.
T – rufen Sie unverzüglich die Notrufnummer 112 und schildern die Beobachtung.

Die Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe bietet wichtige Informationen an.

notfallwissenUnter dem Button „Schlaganfallhilfe Notfallwissen“ im linken Bereich der 1. Seite öffnet sich die wohl wichtigste Seite, nämlich der FAST-Test. Jedoch die weiteren Unterthemen „Symptome“, „Erste Hilfe“ und „Stroke Unit“ werden hier ebenfalls ausführlich beschrieben.

kindlicher_schlaganfallDirekt darunter bietet der Button „kindlicher Schlaganfall“ die notwendigen Informationen zum weniger bekannten, aber trotzdem nicht selten auftretenden Schlaganfall im Kindesalter.

Dass fast ein Drittel der ca 300 Kinder und Jugendlichen, die jährlich einen Schlaganfall erleiden, Neugeborene sind, macht mich als mehrfache Mutter gesunder Kinder sehr betroffen.

Von den ca. 270.000 Schlaganfallpatienten jährlich müssen zwar dank der immer besser werdenden Akutversorgung nicht mehr so viele Menschen sterben. Jedoch zunehmend mehr Menschen müssen mit den oft schwerwiegenden Folgen des Schlaganfalls leben. Diese dann unterschiedlich stark behinderten Menschen sind bis zum Lebensende auf Therapien und Hilfsmittel angewiesen.

Um ein einigermaßen erträgliches Leben führen zu können, ist es wichtig, sich an die Therapievorgaben zu halten und den Lebensalltag umzustellen. Diese fehelnde Bereitschaft, den gewohnten Lebensalltag umzustellen, ist häufig ein Grund für einen sich anschließenden und dann leider fast immer schwerer verlaufenden 2. Schlaganfall.

Diesem fehlenden Wissen will die Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe mit dem Aktionstag entgegenwirken. Jeder Mensch, nicht nur der ältere, sollte die Symptome kennen. Jungen Eltern kann man nur empfohlen, sich ohne Ängste mit diesem Thema zu befassen, um im Bedarfsfall schnell und richtig handeln zu können.

menüleisteWeitere Informationen finden Sie in der Menüleiste, z.B. unter „Regional“ die Veranstaltungen. (Bild bitte durch Anklicken vergrößern)

Mit einem Klick auf den Pfeil öffnet sich die Seite, in der Sie eine Liste zum Downloaden der hier angemeldeten Veranstaltungen, geordnet nach PLZ, finden.

Margret Budde

Eingangsbild: Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe

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