Warum Lernen Freude macht

21. Nov 2015

Meditating_monk(mb) So manches Mal werde ich gefragt „Warum machst Du das eigentlich? Jetzt nach dem Berufsleben hast du doch endlich Zeit für Dich, bist für nichts mehr verantwortlich, hast keinen Zeitdruck mehr. Und nun befasst Du Dich ständig mit neuen Bereichen, lernst dies und das, bist praktisch ein „Nimmersatt“ auf dem Gebiet. Du könntest doch endlich …“.


Spätestens an dieser Stelle unterbreche ich die ein wenig verständnislos und sehr erstaunt Fragenden und sage nur: „Ganz einfach! Lernen macht mir Freude!“

Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Lernen macht mich zufrieden und glücklich.

Und diese Freude an ständig Neuem, die Neugierde auf alles in der Welt und einiges im Besonderen hat mich seit vielen Jahren begleitet. Zugegeben, das Wort „lernen“ hatte nicht nur bei mir einen faden Beigeschmack. Ich sage absichtlich: hatte. Dächte ich noch wie ehedem, schriebe ich dieses hier nicht.

Konnten manche unter uns, insbesondere Ältere, den Begriff „Lernen“ nur noch mit negativen Erlebnissen aus ihrer Jugendzeit in Zusammenhang bringen, so beginnt sich doch auch selbst im schulischen Bereich die Erkenntnis durchzusetzen, dass zum effektiven Lernen mehr als nur das sture Auswendiglernen und gar Pauken, Drill und Strenge gehören.
Ist nicht bei all unserem Tun in erster Linie der Beweggrund ausschlaggebend?

Einige Kernaussagen über das Lernen aus meinen früheren Jahren habe ich noch in meinen Aufzeichnungen gefunden, die an Gültigkeit nicht verloren haben.

Wir lernen ein Leben lang
Wir lernen durch Sehen, Hören und Ausprobieren
Wir lernen durch Freude an allem Neuen
Wir lernen durch Vernetzen des Aufgenommenen mit Herz, Kopf und Hand
Lernen bringt Freude
Lernen bringt Zufriedenheit

Sagt das nicht genug?

In dem Beitrag „Lernen macht glücklich“ bei der Alexander v. Humboldt-Stiftung schreibt Manfred Spitzer treffend u.a.:

„Wer begriffen hat, dass Lernen und Glück ganz eng in unserem Kopf zusammenhängen, der weiß, dass Glückserlebnisse ein Leben lang immer wieder möglich sind. Man findet Antworten auf die Frage nach dem Glück also genau dort, wo viele sie am wenigsten vermuten würden: beim Lernen! Neurobiologisch betrachtet ist daher die Bezeichnung der Schule als „Ernst des Lebens“ ziemlich daneben. „

Nur wer den eigenen Mehrwert noch nicht erkannt hat, lässt sich zu dieser Äußerung „Du könntest doch endlich mal…“ hinreißen. Durch Lernen habe ich mir nicht nur viele Wissensbereiche eröffnet. Ja, besonders die wunderbare Welt mit unserem Planeten Erde mit all seinen Schönheiten und einem bis jetzt erst ganz kleinen Teil des Universums erobere ich mir laufend in meinen vielen Portalen, Vorträgen und Büchern. Und jedes Schauen und Recherchieren ist ein Lernen im positiven Sinne – wenn ich mich denn darauf einlasse.

Zum Lernen gehörten früher Bücher, Stift und Papier. Heute sieht unser Handwerkszeug ein wenig anders aus. Die Errungenschaft der PCs und des Internets nutzen wir täglich und kommen ohne sie nicht mehr aus. Zeiten, in denen man als Student Bücher im wahrsten Sinne des Wortes „schleppen“ musste, sind vorbei, bzw. die Taschen voller Bücher halten sich in Grenzen. Da nun immer mehr große wissenschaftliche Bibliotheken ihre Bestände digitalisieren, steht somit allen „Wissensdurstigen“ gleich welchen Alters ein Fülle an Wissen stets griffbereit zur Verfügung.

Ein wenig aus der uns inzwischen weitgehend vertrauten Welt des notwendigen „Handwerkszeugs“ Technik möchten wir Ihnen hier einiges weitergeben und haben neben vielen Hinweisen zu interessanten Wissensgebieten eine Möglichkeit zum Selbstlernen in kleinen Schritten mit den » Lernvideos « zusammengestellt. Notwendiges Wissen im Umgang mit dem neuen „Handwerkszeug“ bringt Sicherheit, hält den Kopf frei für alles andere.

Lernen macht einfach Freude!

Bild: „Meditierender Möch“, Wikimedia, gemeinfrei

Margret Budde

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