Was tun am Reformationstag?

31. Okt 2016

TurmLiebe Leserinnen und Leser, der unten stehende Beitrag ist – leider – aus dem letzten Jahr. Einen aktuellen Beitrag – Die Reformation feiern? – Reformationsfest 2016 gibt es aber auch. Weitere interessante Beiträge zur Reformation finden Sie auf unseren Sonderseiten, zu erreichen per rechts stehendem LinkUnsere Seiten zum Themenjahr“ oder gleich hier

Am morgigen Samstag ist Reformationstag. Vielleicht findet in Ihrer Kirchengemeinde ein Gottesdienst dazu statt, dann wäre dies eine gute Gelegenheit sich einmal wieder Worte Martin Luthers nahe bringen zu lassen. Falls nicht oder erst am folgenden Sonntag, kann man sich an diesem Tag dennoch mit dem Thema Reformation beschäftigen. Wie also wäre es, sich eine Ausstellung anzusehen? Zumal es für einige höchste Zeit wird, wenn man sie denn noch sehen will vor ihrem Ende? Oder einen Lutherweg zu erkunden? Oder Radio zu hören?

Ganz knapp ist es etwa für die Landesausstellung Sachsen-Anhalt „Cranach der Jüngere 2015“ (bis 01.11.), gefeiert wird damit der 500. Geburtstag von Lucas Cranach dem Jüngeren. Es ist die weltweit erste Ausstellung, die sich dem Leben und Wirken des Meisters widmet. An originalen Schauplätzen – in der Lutherstadt Wittenberg, in Dessau und in Wörlitz – präsentieren die Ausstellungsmacher die wichtigsten und wertvollsten Kunstwerke der deutschen Renaissance. Schnell nochmal informieren kann man sich hier

In Torgau auf Schloss Hartenfels kann man auch nur noch bis zum 01.11. die 1. Nationale Sonderausstellung „Luther und die Fürsten“ ansehen; die Ausstellung beleuchtet die Selbstdarstellung und das politische Selbstverständnis der reformatorischen Fürsten. Zur Verbreitung seiner Thesen brauchte Martin Luther die Unterstützung der weltlichen Herrscher. Eine wirkungsvolle Koalition, die maßgeblich für die Verbreitung der Ideen des Reformators war, wie die Ausstellung „Luther und die Fürsten“ zeigt. Die rund 250 Exponate zeigen die gegenseitige Beeinflussung von Reformation und Politik.

Auf beiden Seiten gibt es, wie bei allen Seiten zum Reformationsjubiläum, eine Menge weitere Informationen, so dass es zwar schade ist um die verpassten Ausstellungen, aber nicht ganz verloren. Auf den besagten Internetseiten gibt es Informationen in Hülle und Fülle, gut lesbar und fundiert: etwa zur Biographie Lukas Cranach d.J. , die Hintergründe der Bedeutung der Fürsten für Luther, z.B. August von Sachsen – Kurfürst, Unternehmer, Reformer. Es sind immer wieder gut gemachte Seiten und Informationen von z.B. Experten der ausstellenden Museen usw., so dass man eigentlich auch zu Hause eine ganze Menge zu beiden Ausstellungen, aber auch zur Reformation vor 500 Jahren im Internet erfahren kann. Die Webseiten Luther 2017 bieten somit Beschäftigung mit dem Thema auch für mehr als einen Tag.

Und wem es bisher an der Musik gefehlt hat, mag am Abend des Reformationstages, um 19.05 Uhr mal wieder das Radio anschalten, oder den PC, um dort per Livestream die Sendung bei Deutschlandradiokultur hören (oder per Web-Radiorekorders mitschneiden oder später vielleicht herunterladen): Der milde Martin. Musikalische Perspektiven auf Martin Luther. Welche Musik hat er gehört und erlebt? Wie hat sie auf ihn gewirkt – und er wiederum auf sie? Denn Martin Luther liebte und beherrschte die Musik und gab ihr eine wichtige Rolle im geistlichen und weltlichen Leben – der Einfluss der Reformation auf die Musikgeschichte ist enorm und heute noch deutlich spürbar – ein Themenabend Musik am Vor-Vorabend des 500-jährigen Jubiläum des Wittenberger. Thesenanschlags.

Für den Tag kann man sich aber auch etwas ganz anderes vornehmen in Sachen Reformation. Das Wetter soll ja schön werden, also, wie wäre es mit einem ausgedehnten Spaziergang auf einem der mittlerweile zahlreichen Lutherwege?

Die Webseiten zum Reformationsjubiläum geben auch hierzu reichhaltige Auskunft.

Über viele weitere Veranstaltungen rund um den Reformationstag und das Jubiläum informiert diese Übersicht Vorsicht überbordend!

Ellen Salverius-Krökel

 

 

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