Welttag des Buches – 23.4.2017

21. Apr 2017

Diesmal neu: Verlage besuchen

Seit 1995 gibt es nun schon den Welttag des Buches, also dem Jahr, in dem die UNESCO diesen Tag zu einem weltweiten Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autoren erklärte. Davor gab es ihn auch schon, allerdings nur im spanischen Nordosten, Katalonien. Ich selbst kann mich noch gut daran erinnern wie er dort begangen wurde, war ich doch im Frühjahr häufig dort im Urlaub. So gab es, …

…auch an Sontagen, offene Buchhandlungen und rote Rosen, denn schließlich ging bzw. geht es um den Namenstag des Volksheiligen St. Georg – es sind Rosen und Bücher zu verschenken! Aber, und das soll nicht vergessen werden, ist am 23. April auch der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes!

In den letzten Jahren hat dieser Tag in Deutschland viele Änderungen erfahren, nicht nur positive, gab es doch z.B. vor Jahren Sonderausgaben von Kinder- und Jugendbüchern. Oder die Deustche Bahn war Partner und hatte auf den Bahnhöfen Bücherstände. Oder Verlage wie Rowohlt hatten Sonderausgaben mit Erzählungen von bekannten Autoren in Taschenformat herausgegeben. Aber immerhin, der Tag ist uns erhalten geblieben, uns Leserinnen und Lesern. Und Neuerungen hat er auch zu bieten.

Denn Verlage und Bibliotheken geben Büchern und dem Lesen angesichts des Internets weiterhin eine große Bedeutung, es erfordere vielmehr durch die steigende Vielfalt der medialen Präsentationsformen sowie der Lese- und Informationsprozesse ein verstärktes Augenmerk auf die dafür notwendigen Schlüsselkompetenzen: „Die richtige Recherche nach Informationen, das vertiefte Verstehen von Texten, die Beurteilung von Informationen aus verschiedensten Quellen – dies sind Kernkompetenzen des Informationszeitalters, in Wissenschaft und Beruf. Bibliotheken bleiben die Zentren, in denen diese Kompetenzen vermittelt werden“, so z.B. der Direktor der Regensburger Universitätsbibliothek Schüller-Zwierlein. Gleichzeitig seien sie die zentralen Informationsinfrastrukturen, die die Zugänglichkeit von Information auch über längere Zeit hinweg systematisch sicherten.Wohl wahr!

Aber was gibt es nun Neues, was uns schlichten Leser zum Welttag des Buches angeboten wird? Die Verlage haben sich wohl eben ihrer Kunden, also uns Lesern, erinnert und laden seit heute bis Sonntag in vielen deutschen Städten zu den unterschiedlichsten Veranstaltungen ein: Lesungen und Werkstattgespräche, Verlagsführungen und Buchpräsentationen, Vorträge und vieles mehr. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei! Na gut, als Kunden sollten wir ja auch gefragt und etwas wert sein. Ein tolle Idee ist es trotzdem. Zur weiteren Information gibt es auch eine eigene Webseite, auf der die jeweiligen Orten, Verlage und Veranstaltungen zu finden sind: verlagebesuchen.de  Es gibt wirklich auch viele praktische Angebote, die es ratsam erscheinen lassen, die Kinder mitzunehmen, denn nirgendwo kann Kindern besser das Buch nahe gebracht werden, als dort, wo es entsteht.

Ach ja, in die Buchhandlung muß man dann vielleicht schon am 22. April gehen, der Welttag des Buches fällt auf einen Sonntag. Den kann man dann ja mit gutem Gewissen zum Lesetag machen. Und vielleicht hat ja auch Ihre Buchhandlung das kleine Taschenbuch „Ich schenke dir eine Geschichte“ vorrätig, in diesem Jahr geht es um Spukgechichten, und es sollte eigentlich kostenlos sein.

Einen schönen Lese-Sonntag!

Ellen Salverius-Krökel

 

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