Geographie online selbst lernen mit Webgeo

30. Mai 2016

(esk) Es gibt viele Naturphänomene, die man entweder tagtäglich unvermeidlich vor Augen geführt bekommt oder über die man liest, ohne dass man genau weiß, wie und warum sie existieren. Und das wiederum möchte man manchmal doch gerne anders haben, sprich: man möchte mehr darüber wissen. Da hilft, mal wieder, ein Blick ins Internet (weil kein Lehrbuch das in dieser Kürze leisten kann, leider), aber nicht einfach bei Wikipedia, sondern per kleiner Selbstlern-Module (Kurse) auf der Lernplattform Webgeo.

Entwickelt und ins Netz gestellt hat diese das Geographische Institut der Universität Freiburg, und zwar so, dass diese Lernmodule wirklich nicht überfordern hinsichtlich Zeit (zw. 20 und 40 Minuten) und Inhalt. Sie sollen der Weiterbildung insgesamt dienen, aber auch Lehrern, Schülern und Studenten behilflich sein.

Was wird geboten? Eine mittlerweile große Anzahl an Lernmodulen zur Geographie und ihren verschiedenen Bereichen:

Basiswissen

  • Klimatologie (Wetter): astronom. Grundlagen, Strahlung, Luftmassen, Wettermaschine Tropen
  • Pedologie (Boden): z.B. Erdgeschichtliches, Entwicklung von Böden,
  • Hydrologie (Wasser): z.B. Hochwasser und Landschaft, Grundwasser, virtuelles Wasser
  • Geomorphologie (Oberflächenformen): Plattentektonik, Donauursprung, Moränen, Küsten u.a.
  • Biogeographie: Moore, Vegetationssukzession, Ökosysteme, Pflanze und Wasser u.a.
  • Siedlungsgeographie: Siedlungsentwicklung in SW-Deutschland, Stadtentwicklung Freiburg u.a.
  • Wirtschaftsgeographie
  • Fernerkundung: Einführung Fernerkundung, über Fernerkundungsdaten
  • Wissenschaftstheorie: Wissenschaftstheoretische Grundlagen

Regionen

  • Südwestdeutschland: Landschaftsentwicklung Schwarzwald, Oberrheingraben
  • Darß: Naturraum, Landschaftsdynamik, Küstendynamik,
  • Sonstige: z.B. Great Salt Lake

Sie sind häufig animiert, bieten Karten- und Bildmaterial zur Veranschaulichung der Inhalte, sind immer mit Aufgaben/Fragen versehen, die natürlich auch beantwortet werden. So ist also auch eine Möglichkeit der Kontrolle des Wissenserwerbs möglich. Zu Beginn jedes Kurses gibt es einen Überblick über die Inhalte, werden Lernziele und der Zeitbedarf angegeben. In einigen wenigen Fällen sind auch Lernvoraussetzungen notwendig, allerdings eher selten. Am Ende gibt es eine Zusammenfassung und Hinweise auf weiterführende Literatur sowie Links zu ergänzenden Lernmodulen auf diesem Lernportal.

Öffnet man also einen ersten Kurs, so ist es sinnvoll, sich mit der Navigation innerhalb der Seiten vertraut zu machen. Hilfreich ist dafür das „Fragezeichen“ oben rechts auf der Modulseite. Im sich öffnenden Fenster erhält man eine Bedienungsanleitung für das betreffende Modul. Diese Anleitungen sind außerordentlich wichtig, sind doch die Seiten trotz ihrer relativ geringen Größe gespickt mit informativem Inhalt.

Einen schönen Einblick in die Möglichkeiten solcher Lernmodule erhält man z.B. beim Virtuellen Rundgang Darß oder wie man innerhalb von nur 15 Minuten erfahren kann, was es mit den alten knorrigen Buchen, den Weidbuchen auf sich hat. Und eindrucksvoll: Great Salt Lake in den USA.

 

Ellen Salverius-Krökel

 

 

 

 

 

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