Sonnenuhren zum Jahr des Lichts

27. Okt 2015

son.uhr_ürzig.sig2 (mb) Zur Anzeige einer Sonnenuhr gehört nun mal unabänderlich das Licht, warum wir diesem Thema innerhalb unseres Projektes zum Internationalen Lichtjahr 2015 inzwischen eine ganze Seite widmen können. Auch Sonnenuhren zählen zu den ältesten Kulturgütern der Menschheit, überliefern sie doch der Menschheit Informationen über wichtige Lebensbereiche, die fast vergessen zu sein scheinen.

Es hat mich schon sehr erstaunt, wie viel zu diesem Thema zusammengekommen ist, Bilder und Informationen.

Sonnenuhr Ürzig/Mosel

Aus der Geschichte der Sonnenuhren

Vor zwölftausend Jahren schon beobachteten einige unserer Vorfahren, dass sich der Schatten eines Baumes im Laufe des Tages veränderte: bei Sonnenauf- und -untergang warf der Baum längere Schatten als am Mittag. Als nun die Menschen erstmals mittels eines in der Erde befestigten Stabes die unterschiedlichen Schattenlängen genauer messen und die regelmäßig wiederkehrenden Zyklen beobachten und aufzeichnen konnten, waren sie einer etwas genaueren Zeitmessung näher gekommen. Sie teilten für sich zum ersten Mal den Tag in mehrere Abschnitte. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit zusammen mit dem Schattenmesser (Gnomon) und einer geeigneten Beobachtungsebene die Sonnenuhr und damit wohl der erste Zeitmesser, der im Laufe der Jahrhunderte weiter präzisiert wurde. Verschiedene Bauarten entwickelten sich, die in einem ausführlichen Beitrag beschrieben werden sollen.

Schon die Sumerer, Babylonier, Ägypter, Chinesen und die Kulturvölker Latein-Amerikas nutzten eine Sonnenuhr neben einer genaueren Zeitmessung auch, um astronomische Ereignisse wie etwa die Voraussage einer Sonnenfinsternis bestimmen zu können.
Inzwischen weiß man, dass die Sonnenuhr nicht nur von einer Person, sondern in einem gewissen Zeitrahmen gleichzeitig und an mehreren Orten der Welt erfunden wurde.

Von einer besonderen Uhr spricht Daniel Bethmann in seinem Bericht, normal gebaut, nur ohne Gnonom: für die Arbeiter der Kirche Notre Dame de Paris. Wollte der Arbeiter die Uhrzeit wissen, musste er selbst als Schattenwerfer dienen, indem er sich auf den jeweiligen Monatsbuchstaben stellte, der in bestimmter Form auf die Ziegelsteine am Boden aufgemalt war. Anhand des eigenen Schattens konnte die Zeit ausgerechnet werden. Für uns ist es mit unserem heutigen Wissen und Denken allerdings schwerlich nachzuvollziehen.

Wenn Sie mit dieser Sonnenuhr die „lebende Sonnenuhr“ des Deutschen Museums in München auf unserer Bildseite vergleichen, werden Ihnen sicherlich Parallelen dazu einfallen.

Heute werden Sonnenuhren nur noch als Schmuckstück hergestellt. Jedoch die ersten hatten vornehmlich einen praktischen Sinn, zur Zeitmessung, was nicht bedeutet, dass sie vollkommen ohne Schmuck gebaut wurden. Im Gegenteil. Wenn Sie sich einmal die unten angeführten Seiten etwas näher anschauen, finden Sie neben Abbildungen prächtig geschmückter Exemplare, zusätzlich mit astrologischen und geografischen Daten, auch Grafiken zur Funktion, ja sogar auch Konstruktionen zum Eigenbau einer Sonnenuhr. Somit sind einige Sonnenuhren gleichzeitig auch Astrologische Uhren, weshalb man die meisten Infos in den Astrologischen Büchern und Portalen findet.

Eine Besonderheit sind die aufgebrachten Sinnsprüche, die zumindest in dieser Zusammenstellung aus der westlichen Welt stammen und in lateinischer Sprache verfasst wurden.

Quellen und weitere Infos:
Sagen.at
Daniel Bethmann
Astronomie

Foto Margret Budde

Als PDF

Margret Budde

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