Was ist, wenn … ???

17. Sep 2016

… ich beteiligt wäre?

krankenwagen 530. Mai 2015

(mb) Als letztes vor meiner Urlaubsfahrt versorge ich schnell noch meine Balkonpflanzen.
Da, ein dumpfes Geräusch, ein kurzer Aufschrei!


Mitten im nahen Kreisverkehr liegt eine Person ca. 2 m entfernt neben dem Auto auf der Straße, ein Fahrrad liegt hinter dem Auto. Der Autofahrer steigt aus und leistet zusammen mit den nachfolgenden Autofahrern Erste Hilfe. Und nach langen Minuten der Erstversorgung fährt der Rettungswagen wieder ab.

Heute, 10. Juni 2015

In der Frühe schreckt mich das lauter werdende Martinshorn auf und schon sehe ich das Blaulicht des Rettungswagens, wieder direkt vor meiner Haustür. Eigentlich wohne ich an einer übersichtlichen und stets im behutsamen Tempo befahrenen Kreuzung. Und dennoch! Diese verletzte Person konnte den Krankenwagen noch selbst besteigen, wenn auch mit Unterstützung.
Beim Unfall Ende Mai war die Person nicht mehr ansprechbar.
Dies nur soweit.

Das hat mich nun heute früh sofort auf den Plan gerufen, meine schon lange zusammengetragenen Gedanken endlich zu Papier zu bringen, wenngleich ich etwas anderes zu tun geplant hatte. Doch das ist jetzt Nebensache.
Hatten nicht diese beiden Verletzten auch eigentlich etwas anderes geplant an diesem Tag? Da gibt es wohl keine Zweifel.

Betrachte ich nur kurz mal in Gedanken den weiteren Weg der Verletzten, so folgt nach der Erstversorgung zunächst die Datenaufnahme. Hier sehe ich bei leicht verletzten und ansprechbaren Personen nicht ganz so viel Schwierigkeiten.
Jedoch was kann bei Bewusstlosen geschehen? Generell bei jedem Bewusstlosen, ob bei einem Autounfall oder einem anderen sonstigen plötzlichen Ereignis?

Und hier setzen meine Überlegungen an.

Beim ersten Arztbesuch oder bei einer Krankenhausaufnahme werde ich nach Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme, Operationen und einigen Dingen mehr befragt.

Haben Sie diese Angaben alle präsent in der kurzen Zeit der Befragung?
Ist es Ihnen nie passiert, dass Sie anschließend sagen: „Ach, das hätte ich noch angeben müssen?“

Da ich selbst nicht mehr zur jüngsten Generation gehöre, ist es wohl erklärlich, dass ich im Laufe meines Lebens einige Erkrankungen durchgemacht habe und inzwischen auch mit div. Medikamenten versorgt werde. Soweit nichts Besonderes.

Nun kann ich unumwunden zugeben, dass es mich vor Jahren stets genervt hatte, wenn ich dann doch eine Angabe vergessen hatte. „Welche Vorerkrankungen, welche Operationen, wann erfolgt, welches Medikament, wie oft am Tage, in welcher Dosis, Allergien ja oder nein … , was können Sie noch angeben?“.

Somit habe ich für mich eine Medizin.Notfallliste für all meine medizinisch relevanten Daten entwickelt. Natürlich als Formular für den PC zur steten Aktualisierung, denn das ist wichtig. So kann ich die neuen Verordnungen rasch ändern und die gesamte Liste aktuell halten.

Was habe ich nun für mich zusammengestellt?

  • meine komplette eigene Adresse
    Adresse meines Hausarztes
    Adresse meiner Bezugsperson
    bzw. Adresse meiner Vollmachtsperson(en)
    Besondere Ausweise (Organspende o.ä.)
    Medikamente, genaue Bezeichnung und tägl. Dosierung
    Erkrankungen
    Operationen
    Allergien
    Besonderheiten
  • aktuelles Datum (wichtig)

Diese Angaben mag jeder nach seinen eigenen Erfordernissen ändern.
Ebenso ist das Formular in jeder Hinsicht den eigenen Bedürfnissen anzupassen.

Diese Medizin. Notfallliste ist in erster Linie ein Hilfsmittel für jeden selbst.
Bei der Datenzusammenstellung muss ich mir zwar die Mühe der Auflistung machen, aber das auch nur ein einziges Mal, anschließend bleibt nur die Aktualisierung.

Für eine Kopie meiner Unterlagen ist jeder Arzt äußerst dankbar. Sie erleichtert ihm die Arbeit, gibt mir Ruhe und Sicherheit und vereinfacht das Behandlungsgespräch.
Diese Medizin. Notfallliste trage ich deutlich sichtbar bei meinen persönlichen Ausweisen stets bei mir. Auch dann, wenn ich einen Spaziergang mache oder einkaufe.

Weiß ich, ob ich von meinem Spaziergang so gesund wiederkomme, wie ich gegangen bin?

Diese wichtige Medizin. Notfallliste hat sich inzwischen bestens bewährt und wird nun auf der Themenseite „Gut vorbereitet – oder?“ zum Download zur Verfügung gestellt. Sie stehen für OpenOffice und Word zur Verfügung.

Sollten Schwierigkeiten beim Download entstehen, melden Sie sich bitte bei uns.

Foto Margret Budde

Margret Budde


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